Ein Cutover ist kein Stichtag, sondern eine Reihenfolge. Was zuerst umzieht, entscheidet, wie teuer ein Fehler wird.

Bevor ein einziger Datensatz umzieht, braucht es eine Entscheidung darüber, welche Bestände als belastbar gelten. Ohne diese Grenze wandern Altlasten ins neue System und werden dort zum ersten Mal sichtbar, wenn sie stören.
In der Praxis heißt das: Artikel ohne Preis, Kunden ohne Umsatzsteuer-ID, Bestände, die seit zwei Inventuren nicht stimmen. Jede dieser Lücken ist im Altsystem tolerierbar, weil jemand sie im Kopf ausgleicht. Im neuen System ist sie ein Fehler, der einen Prozess anhält.
Artikel und Partner zuerst, danach offene Posten, zuletzt die Historie. So ist das System nach jedem Schritt in einem Zustand, in dem man weiterarbeiten könnte. Wer mit der Historie beginnt, hat nach zwei Wochen ein volles System, in dem kein einziger Vorgang läuft.
Nicht alles muss mit. Was rechtlich aufbewahrt werden muss, kann im Altsystem oder in einem Archiv bleiben, solange es lesbar ist. Diese Entscheidung spart mehr Migrationsaufwand als jede Optimierung am Mapping.
Ein Cutover ist kein Stichtag, sondern eine Reihenfolge mit einem Rückfallplan. Wenn klar ist, welcher Bereich zuerst produktiv geht und was passiert, falls er es nicht tut, verliert der Tag seinen Schrecken.
Unsicher, was bei dir zuerst umziehen sollte? Der Setup-Check ordnet die Reihenfolge, bevor du dich festlegst.
Setup-Check